AUSSTELLUNGEN | exhibitions

FRIEDRICH MONZEL, fotografische Impressionen  


TINA JURETZEK,  Malereicollagen


ANDREAS WOLF, abstrakte Malerei


AS IF …

Ausstellung AS IF … in der  

HLP Galerie, Sonntag, 23. September 2018

HLP_19 Einladung 5.2019-1.jpg

 

 

 

ENERGIES & LUMINESCENCES

Die seit nunmehr vier Jahrzehnten in der Kunstszene bekannte Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie Tina Juretzek (Jahrgang 1952) hat parallel ein Studium der Kunstwissenschaft u.a. bei Dr. Werner Hofmann abgeschlossen und daneben Philosophie und Geographie mit dem Schwerpunkt der Entstehung der Oberflächengestalt der Erde studiert.

Ihre Werke zeigen eine Affinität zu fernöstlicher Philosophie und zur japanischen Tuschezeichnung einerseits und eine Nähe zum abstrakten Expressionismus bzw. Informel andererseits. Bei der über alle Jahre feststellbaren hoch energetischen Dynamik ihres Malgestus ist eine anfängliche lichtundurchlässige Schichtung einer Transparenz gewichen, die Formen, Chiffren, Pinselstriche sowie Entwurfszeichnungen miteinander und mitunter transluzierend verweben.

Schon ein einziger energiegeladener Pinselstrich von Juretzek schafft es, Raum entstehen zu lassen und Nähe und Ferne klar zu definieren.

 

Der Wahlkölner und in Sachen Fotografie seit frühester Jugend als Autodidakt tätige Friedrich Monzel (Jahrgang 1949) schafft es in noch jeder seiner impressionistisch-malerischen Fotografien die Essenz einer Stadtansicht, einer Architektur oder landschaftlichen Gegebenheit einzufangen und für immer festzuhalten, obwohl die Fotografie eigentlich eine Momentaufnahme, ein ‚snapshots‘ ist. Wesentliches Element dabei ist das Licht, das aber nicht gebündelt wird, um das Motiv scharf und wirklichkeitsgetreu abzubilden; vielmehr bevorzugt Monzel bei seinen Aufnahmen die Dämmerung oder Nachtzeit: das diffuse Licht lässt die Konturen des Motivs unscharf werden und - so der Gegenstand von externen Lichtquellen illuminiert wird - gerät die Aufnahme zu Gewitterblitzen vergleichbaren Lichtnotationen.

 

Die Malerei des Wahlberliners Andreas Wolf (geb. 1965) ist ein Prozess, der sich jeweils über einen Zeitraum von etwa sechs bis zwölf Monaten erstreckt. Wolf beginnt mit einem Punkt oder einer Linie auf der leeren Leinwand und reagiert sogleich darauf. Seine Acryl- und Ölmalerei mit Pinsel und Spraydose folgt dem Fluss der Gedanken, bis Farbschichten, Flächen und grafisch-lineare Elemente schließlich ein komplexes Strukturgewebe ergeben und der Betrachter nicht umhinkann, hier und dort Fragmente einer scheinbaren Gegenständlichkeit oder Figürlichkeit entdecken und das gesetzte Labyrinth aus Linien decodieren zu wollen. Besonders Wolfs farbenfreudige Leinwandarbeiten wirken aufgrund der pastellfarbenen hellen Aufsprühungen lichtdurchflutet und wegen der zahllosen beinah rhythmisch gesetzten Linienstrukturen auf tanzenden asymmetrischen Farbflächen energiegeladen.


Afrikanische Kunst

TRIBAL ART Ausstellung

Showroom TRIBAL ART

Showroom TRIBAL ART

Es ist immer noch nicht allgemein bekannt, wie entscheidend der Einfluss der Naturvölker auf die Kunst des 20. Jahrhunderts gewesen ist.
Ein Großteil der Werke der klassischen Moderne, der deutschen Expressionisten, der Fauves, der Kubisten und Surrealisten sind ohne die Entdeckung und Kenntnis der afrikanischen und ozeanischen Stammeskunst gar nicht denkbar – Künstler wie Pablo Picasso oder Max Ernst zitieren in ihrem Werk sogar die eine oder andere afrikanische Maske und Figur aus eigenem Besitz. Ob die schlanken Bronzen eines Alberto Giacometti, die abnormen Körperformen eines Fernando Botero oder die wie geschnitzt wirkenden Portraits eines Amedeo Modigliani – sie alle sind Beispiele für diesen Einfluss, der sich dann auch bei den ’neuen Wilden’, etwa bei A. R. Penck, Walter Dahnoder Helmut Middendorf erneut aufzeigen lässt.

 

 

Der ’Wüterich’ Georg Baselitz mit seinen wenn nicht wild, so doch grob gemalten, häufig auf dem Kopf stehenden Figuren hat eine namhafte, eigene Afrika-Kollektion.

Die in mehr als vier Jahrzehnten entstandene Sammlung von Hans-Leo Petric zeigt einen Querschnitt an Stilen und Themen der großen Bildhauer des schwarzen Kontinents. Von der Geistermaske des Ibo-Volks über den Mumuye-Wächter aus Nigeria, den Trommler der Bembe des Kongo bis zur Affenmaske der in Mali ansässigen Volksgruppe der Dogon, die Sammlung, die einmal 500 Objekte umfasst hat, wird in wechselnden Präsentationen gezeigt. Das eine oder andere Einzelstück wird aber auch in der Galerie während einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Szene gesetzt. Alle Exponate sind käuflich zu erwerben.