AUSSTELLUNGEN | exhibitions

CORNELIA GEIECKE, malerische Farbphotographie, u.a. auf Diasec


MICHAEL LAUTERJUNG,  Malerei, Mischtechnik auf Holz


SYBILLE HASSINGER, Malerei, Ölfarbe auf Leinwand und Büttenpapier


ALFRED WRABETZ, Skulpturen, Eiche


DORIS GEIGER, Skulpturen, Keramik


CROSSINGS

Ausstellung CROSSINGS in der  

HLP Galerie, Sonntag, 3. September 2017

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Es sind abstrakte Darstellungen, denen die Kölner Künstlerin Cornelia Geiecke in ihren farbenfrohen Photographien – zum Beispiel durch Überblendung verschiedener Aufnahmen – eine geradezu malerische Qualität verleiht. Michael Lauterjung aus Cammin/Eickhof wiederum platziert auf einer farblich zurückhaltenden Schichtenmalerei eine überraschend konkrete Darstellung, ein paar lose Beeren etwa oder ein Stück Stoff. Die Dortmunderin Sybille Hassinger kombiniert häufig in ihren wieder abstrakten, von skizzierten oder gemalten Vertikalen und Horizontalen durchzogenen Bildern gekonnt asymmetrische, kreisförmige Gebilde – die Arbeiten stehen in einem spannenden Dialogmit den meist massiven, vom Körper des Menschen abstrahierten Eichenholzskulpturen des in 2006 verstorbenen Bildhauers Alfred Wrabetz. Es gibt Schnittstellen und Überkreuzungen in den Werken dieses Quartetts, auch wenn es sich um vier grundverschiedene künstlerische Positionen handelt.

Ganz eigen die Werke der Wahlberlinerin Doris Geiger im Tribal Art Showroom der Galerie: sie formt Vertreter unterschiedlicher Ethnien aus Ton, aber nicht als kunstgewerbliche Dekoration – vielmehr gelingt es ihr, beispielsweise der Bürde wie der Anmut der Dargestellten Ausdruck zu verleihen.

Die Ausstellung zeigt etwa 85-100 Werke der genannten Künstler.


Afrikanische Kunst

TRIBAL ART Ausstellung

Showroom TRIBAL ART

Showroom TRIBAL ART

Es ist immer noch nicht allgemein bekannt, wie entscheidend der Einfluss der Naturvölker auf die Kunst des 20. Jahrhunderts gewesen ist.
Ein Großteil der Werke der klassischen Moderne, der deutschen Expressionisten, der Fauves, der Kubisten und Surrealisten sind ohne die Entdeckung und Kenntnis der afrikanischen und ozeanischen Stammeskunst gar nicht denkbar – Künstler wie Pablo Picasso oder Max Ernst zitieren in ihrem Werk sogar die eine oder andere afrikanische Maske und Figur aus eigenem Besitz. Ob die schlanken Bronzen eines Alberto Giacometti, die abnormen Körperformen eines Fernando Botero oder die wie geschnitzt wirkenden Portraits eines Amedeo Modigliani – sie alle sind Beispiele für diesen Einfluss, der sich dann auch bei den ’neuen Wilden’, etwa bei A. R. Penck, Walter Dahnoder Helmut Middendorf erneut aufzeigen lässt.

 

 

Der ’Wüterich’ Georg Baselitz mit seinen wenn nicht wild, so doch grob gemalten, häufig auf dem Kopf stehenden Figuren hat eine namhafte, eigene Afrika-Kollektion.

Die in mehr als vier Jahrzehnten entstandene Sammlung von Hans-Leo Petric zeigt einen Querschnitt an Stilen und Themen der großen Bildhauer des schwarzen Kontinents. Von der Geistermaske des Ibo-Volks über den Mumuye-Wächter aus Nigeria, den Trommler der Bembe des Kongo bis zur Affenmaske der in Mali ansässigen Volksgruppe der Dogon, die Sammlung, die einmal 500 Objekte umfasst hat, wird in wechselnden Präsentationen gezeigt. Das eine oder andere Einzelstück wird aber auch in der Galerie während einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Szene gesetzt. Alle Exponate sind käuflich zu erwerben.